Para-cycling Weltcup Emmen/NL: Bronze für Felix im Team Relay – Bronze für Beni im Zeitfahren

Der finale Weltcup fand in diesem Jahr in Emmen / Holland statt. Für die Schweizer Handbiker war es gleichzeitig das letzte Selektionsrennen für die WM in Pietermaritzburg / Südafrika. Sowohl Felix als auch Beni konnten sich mit je einem Podestplatz gut in Szene setzen.

Beni Früh: 2. Rang im Gesamtweltcup 2017

Beni wollte unbedingt sein Leader Trikot in der Kategorie MH1 verteidigen. Doch nach einem guten Start mit dem 3. Rang im Zeitfahren missriet ihm das Strassenrennen. Somit war klar, dass der in Emmen mit zwei ersten Plätzen glänzende Teppo Polvi aus Finnland das Rennen um den Gesamtweltcup für sich entscheiden würde. Beni wurde aber denn noch sehr guter Zweiter im Gesamtklassement des Weltcups.

 

 

Beni hier noch im Weltcup Leader Trikot, das er an den Finnen Teppo Polvi verlor.

 

 

 

 

Beni: Wie schon bei den zwei vorherigen Weltcups waren auch hier in Emmen die Strecken flach. Beim Start zum 17,2 km langen Zeitfahren sah es nach Regen aus, ich war unsicher was ich anziehen sollte, welcher Helm und welche Brille ist die beste Wahl? Anfangs ging es durch einen kleinen Park, alles auf Pavé, dann auf der Autostrasse hin und zurück mit zwei kritischen Wendepunkten, am Schluss eine kleinere Steigung auf eine Brücke hinauf und ins Ziel. Das ganze zweimal. Im Ziel erfuhr ich, dass ich mit gerade mal 1,1 Sekunden Vorsprung auf den Vierten den 3. Rang erreicht hatte. Das war aber knapp! Ebenso knapp setzte ich mich gegen den Regen durch. Kaum zurück vom Rennen im Zelt angelangt, schüttete es wie aus Kübeln. Das Strassenrennen ist schnell erzählt: aus medizinischen Gründen konnte ich ab etwa der 3. von 6 Runden à 7,1 km nicht mehr Gas geben. Mein Ziel war dann nur noch das Rennen bis am Schluss durchzufahren, um nicht als DNF in der Rangliste zu erscheinen.

Felix Frohofer: Bronze im Team Relay

Zum Abschluss fand, wie fast immer, das Team Relay statt. Eine sehr spannende Art von Staffelrennen mit je drei Fahrer pro Team. Dabei muss jeder Fahrer jeweils 3 x eine Runde fahren. Die Teamtaktik beginn bereits beim Melden der Startaufstellung. In Emmen gelang dem Schweizer Team hinter den Weltcup Siegern aus Italien und den Polen der dritte Rang. Im Endstand des Gesamtweltcup nach drei Wettbewerben steht die Schweiz auf Rang vier.

Felix startete furios in die erste Runde und schickte zeitgleich mit dem Ersten den zweiten Schweizer Heinz Frei los. Nach einem spannenden auf und ab zwischen den Rängen 1 und 5 sicherte sich die Schweiz am Schluss bravourös den 3. Rang.

Felix: Ich hatte ein Zeitfahren, in welchem ich meine Ziele verfolgen konnte, danach aber ein ganz frustrierendes Strassenrennen, in welchem ich durch einen Hungerast aufgehalten und komplett den Anschluss verpasste. Ich werde nun Massnahmen ergreifen, denn so was soll nicht wieder Vorkommen, denn so was ist echt Frustrierend.

Im Team Relay konnte ich dann doch noch einmal zeigen, was ich kann und mit Tobias Fankhauser und Heinz Frei zusammen den 3. Rang für die Schweiz holen.

Nun zuhause geht es an die Planung, um mein Leben noch besser auf den Spitzensport auszurichten und entsprechende Massnahmen einzuleiten. Schön ist, dass unser neuer Nationaltrainer bereit ist, mich zu unterstützen und mir seine Hilfe und seinen Rat anbietet.

Silber für Sandra Graf und Roger Bolliger

  

WM in 2 Jahren findet in Emmen statt

Der Organisator möchte alles auf ein noch höheres Level bringen. Jeder Athlet wurde gefilmt, so dass er später ein Video auf seine Facebook -Seite stellen und Werbung für die WM 2019 machen kann.

 

 

 

Alle Resultate unter www.uci.ch

Bericht Nottwil : SPV Rollstuhlsport